Zusammenfassung
- Angreifer suchen offene Türen. Wie groß die Firma dahinter ist, sehen sie erst danach.
- Die meisten Einbrüche beginnen mit einer E-Mail, einem fehlenden Update oder einem gestohlenen Passwort.
- Zweiter Faktor bei der Anmeldung, zeitnahe Updates und ein Backup, das niemand löschen kann, schließen die meisten Wege.
Viele Firmen glauben, sie seien zu klein für Hacker. Das stimmt nicht. Angreifer suchen offene Türen. Wie groß die Firma dahinter ist, sehen sie erst danach. Hier sind die sechs Wege, über die wir in der Praxis am häufigsten Einbrüche sehen.
1. Die gefälschte E-Mail
So passiert es: Eine E-Mail sieht aus wie von Microsoft, der Bank oder einem Lieferanten. Jemand klickt und gibt sein Passwort auf einer falschen Seite ein.
So schützen Sie sich: zweiter Faktor bei der Anmeldung. Dann reicht das Passwort allein nicht.
2. Das fehlende Update
So passiert es: Ein Server, eine Firewall oder eine Website hat eine bekannte Lücke. Automatische Programme finden sie innerhalb von Tagen.
So schützen Sie sich: Sicherheitsupdates innerhalb weniger Tage einspielen. Und wissen, welche Geräte Sie überhaupt haben.
3. Der offene Fernzugang
So passiert es: Für das Homeoffice wurde der Server direkt ins Internet gestellt, oft mit einem einfachen Passwort.
So schützen Sie sich: Zugang nur über einen gesicherten Fernzugang mit persönlichem Konto und zweitem Faktor.
4. Das alte Passwort
So passiert es: Ein Mitarbeiter nutzt dasselbe Passwort privat und in der Firma. Ein privates Konto wird gehackt, das Passwort landet im Netz.
So schützen Sie sich: ein Passwort-Manager, für jeden Dienst ein eigenes Passwort, dazu der zweite Faktor.
5. Die gefälschte Rechnung
So passiert es: Ein Lieferant schreibt, seine Kontonummer habe sich geändert. Oder der Chef bittet per E-Mail um eine dringende Überweisung.
So schützen Sie sich: Neue Kontodaten und ungewöhnliche Zahlungen immer telefonisch bestätigen, unter der bekannten Nummer.
6. Der Dienstleister mit Zugang
So passiert es: Ein Softwareanbieter oder IT-Dienstleister hat dauerhaft Zugang zu Ihren Systemen. Wird er gehackt, sind Sie es auch.
So schützen Sie sich: Fernwartung nur bei Bedarf freischalten, mit eigenem Konto und Protokoll.
Und wenn es trotzdem passiert?
Dann entscheidet das Backup. Eine Kopie, die ein Angreifer nicht löschen kann, und ein getestetes Zurückspielen sorgen dafür, dass Sie schnell wieder arbeiten.
Konkrete nächste Schritte
- Zweiten Faktor für E-Mail und alle Zugänge von außen einschalten.
- Liste aller Geräte und Programme anlegen, Updates regelmäßig einspielen.
- Fernzugänge prüfen: Was ist direkt aus dem Internet erreichbar?
- Neue Kontodaten immer telefonisch bestätigen.
- Backup mit einer Kopie außer Haus, die niemand löschen kann.
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