Kurz gesagt

  • Eine Tabletop-Übung testet Entscheidungen und Kommunikation, ohne Systeme zu verändern.
  • Das Szenario soll Informationslücken erzeugen, nicht Teilnehmende bloßstellen.
  • Ergebnis sind wenige konkrete Maßnahmen mit Verantwortlichen und Termin.

Eine Tabletop-Übung ist ein moderiertes Gespräch entlang eines Vorfalls. Sie zeigt, ob Geschäftsführung, IT, Kommunikation und Datenschutz unter Zeitdruck dieselben Prioritäten, Kontakte und Entscheidungswege kennen.

Ein realistischer Einstieg

Starten Sie mit einer plausiblen Meldung: Mehrere Dateien lassen sich nicht öffnen, ein Administrator sieht auffällige Anmeldungen, die Telefonie funktioniert noch. Geben Sie nur Informationen frei, die das Team aktiv anfordert.

Spätere Einspielungen können einen Backup-Fehler, eine Medienanfrage oder Hinweise auf Datenabfluss enthalten. Das Szenario bleibt nah an den tatsächlichen Systemen und Verträgen.

Entscheidungen beobachten

Wer darf Systeme isolieren? Wie wird intern kommuniziert, wenn E-Mail unsicher ist? Wer bewertet Meldepflichten? Welche Leistungen müssen zuerst weiterlaufen? Protokollieren Sie Entscheidung, Grundlage und fehlende Information.

Die Übung bewertet nicht technische Einzelkenntnisse. Sie prüft, ob Verantwortung und Informationswege funktionieren.

Nachbereitung

Halten Sie maximal zehn Maßnahmen fest. Gute Ergebnisse sind aktualisierte Kontakte, ein alternativer Kommunikationskanal, geklärte Vollmachten oder ein konkreter Restore-Test. Wiederholen Sie nach wesentlichen Änderungen.

Konkrete nächste Schritte

  1. Teilnehmende und 90 Minuten fixieren.
  2. Ein Szenario auf Basis echter Abhängigkeiten vorbereiten.
  3. Entscheidungen und Informationslücken protokollieren.
  4. Maßnahmen mit Eigentümer und Termin nachverfolgen.

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