Schutzmaßnahmen
RTO und RPO
Was bedeuten RTO und RPO?
RTO und RPO sind die zwei Zahlen, die eine Wiederherstellung planbar machen. Das RPO (Recovery Point Objective) sagt, wie viele Daten Sie im Ernstfall verlieren dürfen. Das RTO (Recovery Time Objective) sagt, wie lange der Betrieb stillstehen darf.
Ein Beispiel. Wird täglich um 22 Uhr gesichert und fällt der Server am nächsten Tag um 16 Uhr aus, sind 18 Stunden Arbeit verloren. Das ist Ihr tatsächliches RPO. Wollen Sie höchstens eine Stunde verlieren, muss stündlich gesichert werden. Die Frage ist damit keine technische mehr, sondern eine betriebswirtschaftliche.
Das RTO wird regelmäßig unterschätzt. Es umfasst nicht das Zurückspielen der Daten allein. Es umfasst das Bemerken des Ausfalls, die Entscheidung, das Beschaffen von Ersatz-Hardware, das Einspielen, das Prüfen und das Freigeben. Wer die Wiederherstellung nie geprobt hat, kennt sein RTO nicht, er schätzt es.
Legen Sie beide Zahlen je Anwendung fest. Die Buchhaltung, die Warenwirtschaft und das Archiv haben selten dieselbe Dringlichkeit. Aus den Zahlen ergibt sich, wie oft gesichert wird und was an Ersatzsystemen bereitstehen muss.
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