Angriffe
Schadsoftware (Malware)
Was ist Schadsoftware (Malware)?
Schadsoftware, englisch Malware, ist Software, die ein System schädigen, ausspähen oder fernsteuern soll. Dazu zählen Viren, Trojaner, Ransomware, Spionageprogramme und Ladeprogramme, deren einzige Aufgabe darin besteht, weitere Schadsoftware nachzuholen.
Auf die Geräte gelangt Schadsoftware über wenige, immer wiederkehrende Wege. Ein Anhang oder ein Link in einer E-Mail, ein Makro in einem Office-Dokument, also ein kleines Programm innerhalb einer Datei, eine gefälschte Downloadseite für ein bekanntes Programm, ein USB-Stick unklarer Herkunft, ein aus dem Internet erreichbarer Dienst mit fehlendem Update oder gestohlene Zugangsdaten für einen Fernwartungszugang. In allen Fällen genügt ein einziges Gerät als Ausgangspunkt, von dem aus sich der Angreifer im Netzwerk weiterbewegt.
Anzeichen im Alltag sind unauffällig. Der Virenschutz ist auf einem Rechner deaktiviert oder meldet wiederholt Funde, Programme starten mit, die niemand installiert hat, Kollegen erhalten E-Mails aus Ihrem Haus, die niemand geschickt hat, Konten werden gesperrt, oder ein Rechner arbeitet nachts. Aktuelle Schadsoftware ist darauf ausgelegt, möglichst lange unbemerkt zu bleiben. Ruhe auf den Bildschirmen ist deshalb kein Beleg für ein sauberes Netzwerk.
Bei Verdacht gilt eine einfache Reihenfolge. Trennen Sie das betroffene Gerät vom Netzwerk, ziehen Sie also das Netzwerkkabel und schalten Sie das WLAN ab, damit sich die Schadsoftware nicht weiter ausbreitet. Ändern Sie Passwörter von einem anderen, unbeteiligten Gerät aus. Versuchen Sie keine Bereinigung im laufenden Betrieb, weil dabei Spuren verloren gehen, die für die Aufklärung und für eine mögliche Meldepflicht gebraucht werden. Ein befallenes System wird neu aufgesetzt und aus einer geprüften Sicherung wiederhergestellt.
Die Vorbeugung besteht aus wenigen Bausteinen, die zusammenwirken. Aktuelle Updates schließen die Lücken, über die Schadsoftware ohne Zutun eines Menschen hereinkommt. Ein Virenschutz mit Verhaltenserkennung und zentraler Auswertung, oft als EDR bezeichnet, meldet auffälliges Verhalten auch bei unbekannten Schädlingen. Ein Alltagskonto ohne Administratorrechte begrenzt, was ein Schadprogramm anrichten kann. Makros aus dem Internet werden blockiert, und Sicherungen liegen getrennt vom Netzwerk. Der IT-Check sieht sich Updatestand, Virenschutz, Rechtevergabe und Sicherungen gemeinsam an, weil eine einzelne dieser Maßnahmen wenig trägt.
Updatestand, Virenschutz und Backup prüfen Managed EDR als laufende Überwachung
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