Angriffe

DDoS-Angriff

Was ist ein DDoS-Angriff?

Ein DDoS-Angriff überlastet einen Dienst mit einer Flut gleichzeitiger Anfragen aus vielen Quellen, bis er für echte Nutzer nicht mehr erreichbar ist. DDoS steht für Distributed Denial of Service, also eine von vielen Rechnern gleichzeitig ausgeführte Blockade eines Dienstes.

Die Anfragen stammen üblicherweise aus einem Botnetz, einem Verbund gekaperter Geräte, der aus der Ferne gesteuert wird. Getroffen wird das, was aus dem Internet erreichbar ist: die Website, der Onlineshop, der Mailserver, das Buchungsportal. Richtet sich die Last gegen Ihren Internetanschluss selbst, steht auch alles andere still, was über diese Leitung läuft, also Cloud-Software, Telefonie über Internet und E-Mail. Die Daten bleiben dabei unverändert. Der Schaden entsteht durch den Stillstand und durch die Erpressung, die mit der Androhung einer Wiederholung verbunden werden kann.

Ein Ausfall sieht zunächst aus wie jeder andere Ausfall. Klarheit bringt der Anruf beim Hoster oder beim Internetanbieter, weil dort der ankommende Verkehr sichtbar ist. Damit dieser Anruf im Ernstfall schnell geht, gehört die Liste der Ansprechpartner mit Vertragsnummern und Notfallnummern an einen Ort, der ohne Internetzugang erreichbar ist, etwa auf Papier und zusätzlich am Mobiltelefon. Klären Sie vorab, welche Reaktionszeiten Ihr Vertrag vorsieht und wer bei Ihrem Anbieter für Angriffe zuständig ist.

Vorbereiten lässt sich einiges. Hoster bieten Schutzdienste an, die den Verkehr vorab filtern und die Last abfangen, häufig als Zusatzoption zum bestehenden Paket. Website und E-Mail bei getrennten Anbietern zu betreiben sorgt dafür, dass ein Ausfall den gesamten Geschäftsbetrieb verschont. Ein Mobilfunkzugang als Ersatzverbindung hält die wichtigsten Anwendungen am Laufen. Für Bestellungen und Anfragen hilft ein vereinbarter Ersatzweg, etwa telefonisch, damit der Umsatz weiterläuft.

Erhalten Sie ein Erpressungsschreiben mit der Androhung eines Angriffs, informieren Sie Ihren Provider und erstatten Sie Anzeige. Eine Zahlung verschafft keine Sicherheit, weil sie die Angreifer bestätigt und weitere Forderungen wahrscheinlich macht. Bereiten Sie die Kommunikation vor: ein kurzer Text für Kunden, ein Hinweis auf den Ersatzweg und eine benannte Person, die im Ernstfall entscheidet. Genau diese Vorüberlegungen gehören in Ihren Notfallplan.

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