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Datenpanne in Österreich: Sofortmaßnahmen, Meldepflicht und was danach kommt

Disclaimer: Dieser Inhalt wurde nach bestem Wissen und Gewissen erstellt und dient nur zu Informationszwecken. Er stellt keine Rechtsberatung dar.

Datenpanne in Österreich: Ruhe bewahren und richtig handeln

Eine Datenpanne kann jedes Unternehmen treffen. Entscheidend ist, einen kühlen Kopf zu behalten und systematisch vorzugehen. Schnelles und korrektes Handeln begrenzt Schäden und erfüllt gesetzliche Pflichten.

Was sofort tun?

Ruhe bewahren. Zuerst den Vorfall eindämmen. Betroffene Systeme isolieren. Kompromittierte Zugänge ändern. Dann den Umfang ermitteln. Feststellen, welche Daten betroffen sind. Abschätzen, wie viele Personen involviert sind. Das potenzielle Risiko für diese Personen bewerten. Jeden Schritt und Befund von Anfang an dokumentieren.

  • Den Vorfall eindämmen, um weiteren Schaden zu verhindern.
  • Fakten zur Art und zum Umfang der Daten erheben.
  • Alle Maßnahmen und Zeitpunkte dokumentieren.

Meldepflicht nach DSGVO

Wenn personenbezogene Daten betroffen sind und ein Risiko für die Rechte und Freiheiten natürlicher Personen wahrscheinlich ist, müssen Sie die Österreichische Datenschutzbehörde (DSB) unverzüglich und möglichst binnen 72 Stunden nach Kenntnis melden.Quelle: DSB

Die Meldung erfolgt über das Online-Formular, ein herunterladbares PDF, per E-Mail an dsb@dsb.gv.at oder postalisch. Sie muss die Art des Vorfalls, betroffene Datenkategorien, ungefähre Personenzahl, wahrscheinliche Folgen und ergriffene Maßnahmen beschreiben.

Bei hohem Risiko für Betroffene müssen Sie diese zusätzlich unverzüglich informieren.

Nicht jeder Vorfall ist meldepflichtig. Besteht kein relevantes Risiko, dokumentieren Sie den Vorfall intern. Eine professionelle Einschätzung hilft bei der richtigen Entscheidung.

Zusätzliche Pflichten nach NIS2

Für wesentliche oder wichtige Einrichtungen nach NIS2 gelten gesonderte Meldepflichten bei erheblichen Cyber-Vorfällen an die zuständige Behörde oder das CSIRT, oft mit engeren Fristen wie einer Frühwarnung binnen 24 Stunden.Quelle: Europäische Kommission Prüfen Sie Ihre sektorspezifischen Anforderungen.

Was passiert danach?

Die DSB prüft die Meldung auf Vollständigkeit und angemessene Maßnahmen. Die Behörde kann Ergänzungen anfordern. Bei Mängeln leitet sie ein formelles Verfahren ein. Korrekte und fristgerechte Meldung führt häufig zur Einstellung ohne weitere Maßnahmen. Verstöße gegen die Meldepflicht können Bußgelder bis zu 10 Millionen Euro oder 2 % des weltweiten Jahresumsatzes nach sich ziehen, je nachdem, welcher Betrag höher ist.Quelle: DSB

Wann Experten hinzuziehen?

Je nach Umfang und Komplexität des Vorfalls empfiehlt es sich, frühzeitig spezialisierte Cybersicherheitsexperten einzubinden. Unternehmen wie VETOSEC unterstützen Sie bei der schnellen Bewertung, Eindämmung, Dokumentation und Erstellung der erforderlichen Meldungen. Professionelles Incident Response mindert Risiken und stellt Compliance sicher.

Wichtigste Punkte im Überblick

  • Kühlen Kopf bewahren und zuerst eindämmen.
  • Risiko objektiv einschätzen und alles dokumentieren.
  • Bei Risiko binnen 72 Stunden an die DSB melden.
  • Bei komplexen Fällen Experten kontaktieren.

Weitere Informationen finden Sie bei der Österreichischen Datenschutzbehörde. Für Cyber-Vorfälle siehe CERT.at. Verwandte Artikel: Hackerangriffe verhindern – Praktische Tipps für österreichische Unternehmen.

Disclaimer: This content has been created to the best of our knowledge and serves for informational purposes only. It does not constitute legal advice.

Data Breach in Austria: Stay Calm and Act Systematically

A data breach can happen to any organisation. The key is to keep a cool head and follow a structured approach. Quick and correct action limits damage and fulfils legal obligations.

What to Do Immediately

Stay calm. First contain the incident. Isolate affected systems. Change compromised access data. Then assess the scope. Determine which data are affected. Estimate how many persons are involved. Evaluate the potential risk to those persons. Document every step and finding from the start.

  • Contain the breach to prevent further damage.
  • Gather facts about the type and volume of data.
  • Document all measures and timelines.

Reporting Obligations Under GDPR

If the breach involves personal data and is likely to result in a risk to the rights and freedoms of natural persons, you must notify the Austrian Data Protection Authority (Datenschutzbehörde, DSB) without undue delay and, where feasible, within 72 hours of becoming aware of it.Source: DSB

Submit the notification via the online form, downloadable PDF, email to dsb@dsb.gv.at, or post. The notification must describe the breach, affected data categories, approximate number of persons, likely consequences, and measures taken.

If the breach poses a high risk to individuals, you must also inform the affected persons without undue delay.

Not every incident requires notification. If no relevant risk exists, document the breach internally. Professional assessment helps decide correctly.

Additional Obligations Under NIS2

For essential or important entities under NIS2, significant cybersecurity incidents require separate reporting to the competent authority or CSIRT, often with tighter timelines such as an early warning within 24 hours.Source: European Commission Check your sector-specific requirements.

What Happens Next

The DSB reviews the notification for completeness and appropriate measures. The authority may request additional information. In case of deficiencies, it can initiate formal proceedings. Proper handling and timely notification often lead to closure without further action. Violations of notification obligations can result in fines up to €10 million or 2% of global annual turnover, whichever is higher.Source: DSB

When to Contact Experts

Depending on the scope and complexity of the incident, it makes sense to involve specialised cybersecurity experts early. Companies like VETOSEC support you with rapid assessment, containment, documentation, and preparation of required notifications. Professional incident response reduces risks and ensures compliance.

Key Takeaways

  • Keep a cool head and contain the incident first.
  • Assess risk objectively and document everything.
  • Report to the DSB within 72 hours if a risk exists.
  • Seek expert help for complex cases.

For further information visit the Österreichische Datenschutzbehörde. For cybersecurity incidents see CERT.at. Related articles: Preventing Hacker Attacks – Practical Tips for Austrian Companies.